Mit der Energiemanagementnorm ISO 50001 werden erstmals internationale Standards für ein Energiemanagementsystem aufgestellt. Mithilfe dieser Norm sollen Prozesse und Systeme aufgebaut werden, um energiebezogene Leistungen von Organisationen zu verbessern. Mit dem Ziel bis 2020 20% des Primärenergieverbrauchs einzusparen und einen Weg für mehr Energieeffizienz zu schaffen, sollen die Anforderungen der DIN EN ISO 50001 durch die EMAS erfüllt werden. Welchen Stellenwert hat Energiemangement in der Industrie? Wie geht die EU mit dem neuen Energiemanagementsystem um?

Was ist die Energiemanagementnorm ISO 50001?

Energiemanagement-Industrie-Energieeffizienz-Geschäftsmann

Energiemanagement in Industrien für mehr Energieeffizienz (c) iStock.com / BrianAJackson

Die EU Kommission diskutiert schon lange über das Thema Energieeffizienz sowie deren Entwurf einer Richtlinie. Mit der EU Energieeffizienz Richtlinie 2012/27/EU des EU Parlaments und Rates der EU vom 25. Oktober 2012 weist Europa nun den Weg. Mit dieser Richtlinie der EU werden verbindliche Energieeffizienzmaßnahmen in den Mitgliedstaaten implementiert. Mit dem Ziel der strukturierten Umsetzung der Energieeinsparung und des Klimaschutzes haben Industrien und Unternehmen des produzierenden Gewerbes mithilfe der DIN EN ISO 50001 die Möglichkeit, Steuer- und Abgabeentlastungen über ein zertifiziertes Energiemanagement zu erreichen.

Das sollte man zur neuen Energiemanagementnorm wissen:

  • Die Zertifizierung erfolgt über den TÜV, die Dekra oder andere unabhängige Prüfbehörden.
  • Spitzenausgleich zur Energie- und Stromsteuer nur über ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 (Stand: ab 2013).

Nachhaltiges Energiemanagement wird so zur Norm in Europa. Die DIN EN ISO 50001 wird als Schema des Energiemanagements in Industrien und Produktionsunternehmen zum Standard, um langfristig den Energieverbrauch in den Betrieben zu senken. Um die Energiekosten durch erhöhte Energieeffizienz zu reduzieren, bedarf es umfangreichen Energieeffizienzmaßnahmen für Industrie und Gewerbe. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, Steuerrückerstattungen zu ermöglichen und sich von Energiepreissteigerungen zu entkoppeln können mithilfe von Dienstleistern die Energieeffizienzmaßnahmen für Industrien ermittelt werden. GILDEMEISTER energy solutions bietet dabei ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001, um Prozesse und Anlagen in Industrien zu optimieren, CO2-Emissionen zu reduzieren und Einsparmaßnahmen zu kontrollieren. Durch optimierte Prozesse und klare Verantwortlichkeiten wird eine Transparenz über sämtliche Energieverbräuche geschaffen.

Welche Voraussetzungen gibt es für eine Zertifizierung?

Energiemanagement-Industrie-Zertifikat-Stempel

Zertifizierung von Energiemanagement in Industrien (c) iStock.com / simarik

Für eine Zertifizierung über den TÜV oder andere Prüfbehörden muss Energiemanagement in Industrien fest in alle organisatorischen Abläufe integriert und die Energiepolitik definiert werden. Zentrale Fragestellungen stehen zum Energiemanagement den Industrien im Vordergrund: Wie möchten die Industrie den Anforderungen der Energiemanagementnorm entsprechen im Hinblick auf die Verringerung des Energieverbrauchs? Innerhalb welcher Grenzen und welchem Geltungsbereich soll das Energiemanagement in Industrien gelten? Auf Basis ständiger Überprüfung und Verbesserung müssen die Kernelemente dokumentiert und kommuniziert werden sowie stets offen zugänglich sein.

 

Energiemanagement in Industrien

Seit vielen Jahren wird weltweit systematisches Energiemanagement in Industrien und Produktionsunternehmen genutzt. In Europa fand das System erstmals im Jahr 2000 in Dänemark Einzug, 2003 folgte Schweden, 2005 Irland und 2007 Spanien. Die europäischen Länder beteiligten sich im hohen Ausmaß mit der Industrie. Angeregt durch die EU Komission wird schließlich 2009 die Norm EN 16001:2009 eingeführt, auf dessen Basis 2011 die international gültige Norm veröffentlicht wurde.

Schrittweises Vorgehen in der Industrie: PDCA

Erfolgreiches Energiemanagement in Industrien erfolgt nach einem PDCA-Kreislauf, welcher für kontinuierliche Verbesserungen von Systemen oder Prozessen sorgt. Als dynamisches Modell bilden die Ergebnisse eines Durchlaufs die Ausgangsbasis für den nächsten.

Der Zweck dieses Kreislaufs:

    Der aktuelle Energieverbrauch kann…

  • …immer wieder neu bewertet
  • …optimiert und
  • …Kosten gesenkt werden.

1: Plan

Aufarbeitung und Dokumentation, Datenerfassung, Festlegen von Energiezielen, Beachten gesetzlicher Vorschriften, Erstellen eines Aktionsplans und Energiemanagementprogramms

2: Do

Ressourcen, Kommunikation, Dokumentation, Ablauflenkung, Sensibilisierung und Training

3: Check

Einhalten von Rechtsvorschriften, Planen und Strukturieren der Dokumentation, Festlegen von internen Audits, Überwachung und Messung, ggf. Korrekturen und Vorbeugungsmaßnahmen, Beachten von Nichtkonformitäten

4: Act

Überprüfen durch Geschäftsleitung, Erstellen von Verbesserungsmaßnahmen

 

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