Wir Deutschen werden immer älter – das ist kein Geheimnis. In keinem anderen Staat der Europakarte ist die demographische Pyramide, die eine Gesellschaft in ihrem optimalen Zustand zeigt, dabei, sich umzudrehen: Durch eine stetige Verminderung der Geburtenrate und einer steigenden Lebenserwartung hat sich die Pyramiden- mittlerweile in eine Urnenform verwandelt: Der Großteil der deutschen Bevölkerung besteht mittlerweile aus 40- bis 50-jährigen Menschen. Da auch diese älter werden, die Pflegeheime aber schon jetzt aus allen Nähten platzen, steht die Pflegeplanung in Deutschland vor ganz neuen Herausforderungen.

digitale pflegeplanung erleichtert die buchhaltung

Mit der digitalen Pflegeplanung wird auch die Buchhaltung einfacher. (c) Benjamin Klack / pixelio.de

Effiziente Pflegeplanung
ist ein Muss

Vor dreißig Jahren gab es nicht nur in Deutschland, sondern in allen europäischen Ländern noch deutlich weniger alte Menschen als heute. Mit der Verbesserung der medizinischen Versorgung stieg die Lebenserwartung der Bevölkerung Europas immer weiter an – mit ihr auch die Zahl der alten Menschen, die sich nicht mehr selbst versorgen können und in ein Altenheim müssen. Dementsprechend veränderte sich auch die Pflegeplanung: Reichten früher noch handgeschriebene Patientenakten, kann man heutzutage das Aufkommen in Altenheimen nur noch mit einer schnellen, effizienten, digitalen Pflegeplanung bewältigen.

 

Digitalisierung der Pflegeplanung

Eine mögliche Lösung, die ganz besonders in unserem digitalen Zeitalter immer mehr an Bedeutung gewinnt ist die Digitalisierung der Pflegeplanung. Anbieter liefern hier Software, die das Management der Pflegeplanung ins 21. Jahrhundert heben. Trotz der Anschaffungskosten rentiert sich die digitale Pflegeplanung schnell: Sie spart vor allem Arbeitskraft und – fast noch wichtiger – Zeit, in der sich um die alten Menschen gekümmert werden kann.

Was kommt auf die Pflegeplanung der Zukunft zu?

Die Herausforderungen, vor denen die zukünftige Pflegeplanung steht, werden am besten durch Zahlen verdeutlicht:

  • in Deutschland wird das Durchschnittsalter bis zum Jahr 2030 von derzeit 43 Jahre auf über 47 Jahre ansteigen; in Ostdeutschland sogar auf über 50 Jahre
  • bis zum Jahr 2030 soll die Anzahl der 80-Jährigen innerhalb der deutschen Bevölkerung um 60 Prozent zunehmen
  • im Jahr 2030 wird jeder zweite Mann seinen 80., jede zweite Frau ihren 85. Geburtstag feiern können

Quelle: SPIEGEL ONLINE

Was macht Europa, um den neuen Anforderungen an die Pflegeplanung gerecht zu werden?

pflegeplanung: alte männer fallen eher heraus als alte frauen

Mit der richtigen Pflegeplanung können viele Menschen versorgt werden. (c) Jerzy Sawluk / pixelio.de

Übergreifende Regelungen, die für den gesamten Raum vom Schengener Abkommen im Bezug auf die Pflegeplanung gelten, gibt es bisher noch nicht. Ganz in der EU angekommen ist das Problem allerdings noch nicht. Im Vergleich zu anderen Mitgliedsstaaten sieht Deutschland nämlich alt aus: Mit Kroatiens EU Beitritt kam zum Beispiel ein Land in die EU, das eine nahezu ausgewogene Geburten- und Sterberate aufweisen kann. Deutlich wird allerdings: Die Tendenz innerhalb der EU orientiert sich ganz klar am Negativ-Beispiel Deutschland. Auch die EU wird immer älter und stellt die Pflegeplanung vor neue Herausforderungen.

Herausforderungen für die Pflegeplanung müssen (noch) alle Staaten für sich lösen

Da es keine einheitliche Regelung auf EU-Ebene gibt, muss jeder Staat selbst mit der Pflege-Problematik umgehen: In Deutschland hat man erkannt, dass eine effizientere Pflegeplanung nicht ausreicht, um die Problematik in den Griff zu bekommen. Deshalb gibt es in Deutschland verschiedene Maßnahmen, mit denen versucht wird, die Gesellschafts”pyramide” wieder in ihre ursprüngliche Form zu drücken:

  • Beendigung der Benachteiligung von Familien mit Kindern in den Sozialversicherungssystemen, Umsetzung der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zu dieser Problematik
  • Flächendeckende Betreuung von Kindern im Vorschulalter in Kindertagesstätten durch gut ausgebildete Fachkräfte
  • Erweiterung des steuerlichen Ehegattensplittings zu einem Familiensplitting, ähnlich wie in Frankreich
  • Ausübung des aktiven Wahlrechts durch die Eltern für ihre noch nicht wahlberechtigten Kinder, um den Kindern ein Gewicht bei politischen Entscheidungen zu geben
  • Erweiterung der Frauenförderung durch die Einführung von Mütterquoten

Ob diese Maßnahmen sowie die optimierte Pflegeplanung dabei helfen, den demographischen Wandel aufzuhalten, wird die Zeit zeigen. Genau die hat sowohl Deutschland, als auch Europa aber nur begrenzt. Die Geschichte der EU und ihr Erfolg wird sich also nicht nur an Euro Krise und Arbeitslosigkeit in Europa zeigen, sondern auch an eben solchen Problemen, die nicht mit Banken und Sanktionen behoben werden können.


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