Im Jahr 2012 hatte sich der Europarat mit der Wettbewerbsfähigkeit für kleine und mittelständische Unternehmen beschäftigt. Das daraus entwickelte Programm wird auch als COSME bezeichnet – Competitiveness of Enterprises and Small and Medium-sized Enterprises. Dabei geht es um die Neugründung und die Expansion von Unternehmen. Durch COSME soll vor allem die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen verbessert werden. Denn dies kommt nicht nur den Unternehmen zugute, sondern auch Europa im Allgemeinen.

Das COSME Programm im Detail

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Leichter finanzielle Unterstützung durch das COSME-Programm erhalten (c) iStock.com / Tomislav Forgo

Der Inhalt des Programmes wurde im Einvernehmen erzielt, denn es soll über eine finanzielle Ausstattung entschieden werden, wobei ein mehrjähriger Finanzrahmen festgehalten wurde. Der Entwurf der COSME- Verordnung wurde mit einem Finanzrahmen von 2,5 Milliarden Euro verhandelt. Dies betrifft den gesamten Förderzeitraum. Der Zeitraum von COSME bezieht sich auf die Jahre 2014 bis 2020, dies wurde von dem Europäischen Parlament bestimmt. Somit soll das Wachstum der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) verbessert werden. Das COSME-Programm verfügt über zwei Finanzinstrumente: Über die Kreditbürgschaftsfazilität und die Eigenkapitalfazilität. Dabei sollen die KMU einen viel einfacheren Zugang zu den Finanzmitteln auf dem europäischen Markt erhalten. Wenn sich die Unternehmen bereits in der Wachstumsphase befinden, dann sollen größere Darlehen genehmigt werden und den Unternehmen ein Risikokapital zur Verfügung stehen. Die beiden Fazilitäten werden von den Institutionen der Mitgliedsstaaten verwaltet. Durch COSME werden erfolgreiche Maßnahmen hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit und Innovation erzielt. Die Maßnahmen wurden über das Jahr 2013 hinaus verlängert. Der Startschuss für das Programm COSME fiel am 01.01.2014. Es handelt sich dabei um ein neues Instrument bei der Europäischen Kommission, wodurch die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit im Wesentlichen verbessert werden soll. Die Mittel für das COSME-Programm stammen aus dem Rahmen für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation. Diese sollen in einem Zeitraum von sieben Jahren investiert werden.

Ziele durch COSME

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COSME trägt zur Wettbewerbsfähigkeit und Internationalisierung von Unternehmen bei (c) iStock.com / bluejayphoto

Durch das Programm soll ein Zugang zu den Finanzmitteln, vor allem für die KMU erleichtert werden. Damit wird ein Rahmen für Neugründungen und Expansionen geschaffen. Außerdem trägt es zur Förderung der Unternehmenskultur in ganz Europa bei. Eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit in Europa soll erreicht werden. Dabei werden außerdem Expansionen in das Ausland unterstützt. Erfolgreiche Initiativen und eine Fortsetzung des Enterprise Europe Network Systems soll erreicht werden, denn von diesem können die KMU hauptsächlich profitieren. Baustein des Konzepts sind rund 3.000 Mitarbeiter und 600 Büros in mehr als 50 europäischen Ländern. Somit sollen jährlich Personalbeschaffungen vereinbart werden.

Sonstige Unterstützung der KMU

Außerdem sind in dem COSME Programm weitere Maßnahmen enthalten, damit die Wettbewerbsfähigkeit und eine Internationalisierung der Europäischen Union gefördert wird. So werden junge oder weibliche Unternehmen vor allem unterstützt. Damit wird ein weiteres Ziel des Programmes erfüllt, was sich auf die Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen bezieht und eine Verringerung des Verwaltungsaufwandes bedeutet. Dienstleistungen werden von Unternehmen unterstützt, dabei ist die Anlaufstelle für KMU die Enterprise Europe Network. Diese bieten Hilfeleistungen an, wenn innerhalb eines Binnenmarktes oder weitergehend expandiert werden möchte. Dabei werden viele Vorteile erwartet. Durch das Programm solle eine Steigerung von 1,1 Milliarden Euro im Jahr erzielt werden. Dabei werden rund 30.000 Arbeitsplätze geschaffen, so viele wie seit langem nicht mehr in der Geschichte der EU und seit der Euro Krise. Somit kommt COSME vielen Beteiligungsgruppen zugute.

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