Europa 1945 – Das Ende einer schrecklichen Ära und der Beginn eines Neuanfangs. Eine Zeit, die keiner ein zweites Mal erleben möchte und viele auch nicht können – der Krieg forderte mehrere Millionen Todesopfer. Frieden, Wiederaufbau und die Hoffnung auf einen Zusammenschluss aller europäischen Staaten, sowohl politisch, als auch wirtschaftlich. Eine Utopie? Nein. Wie die Geschichte der EU zeigt ist Europa über die Jahre nicht nur über die Europäische Küche eng zusammengewachsen. Eine gemeinsame Währung, politische Konvergenzen, offene Grenzen, eine Europäische Zentralbank – Der Weg in eine Gemeinsame Zukunft sagen die Einen, Demokratiedefizit die Anderen. Aus einem vom Weltkrieg zerspaltenen Kontinent zu einer Union von 27 europäischen Mitgliedern – Wir durchleuchten die Geschichte der EU.

Geschichte der EU – Wie alles begann

Die Geschichte der EU umfasst das Europaparlament

Das Europaparlament in der Geschichte der EU (c) rudolf ortner / pixelio.de

Das Jahr 1950 – Robert Schuman, ein deutsch-französischer Staatsmann, setzte sich nach Ende des 2. Weltkriegs für die Versöhnung mit Deutschland ein und rief schließlich die Montanunion ins Leben, die sogenannten Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl – nicht nur ein Meilenstein der Geschichte der EU – sie war die erste staatsübergreifende Union überhaupt. Gründerländer der Gemeinschaft für Kohle und Stahl waren Luxemburg, Italien, Niederlande, Frankreich, Belgien und Deutschland. Die Montanunion ermöglichte den Mitgliedsstaaten den Zugang zu Kohle und Stahl durch Abkopplung vom Zollsystem und war somit der Anfang einer gemeinsamen europäischen Wirtschaftspolitik in der Geschichte der EU.

Deutschland, das damals unter der Regierung Adenauers stand, stimmte dem Vertrag im Sinne der Sicherstellung des europäischen Friedens zu, denn die Hauptaufgabe bestand in der gemeinsamen Kontrolle von Stahl und Kohle-Gütern, die für die Kriegswirtschaft von hoher Bedeutung waren. Der Grundstein der Geschichte der EU wurde gelegt

Die römischen Verträge

Die römischen Verträge sind ein weiterer Meilenstein der Geschichte der EU. Im Jahr 1955 entschieden sich die zusammenarbeitenden Gründerstaaten weitere wirtschaftliche Kontraktionen einzugehen und ihre Zusammenarbeit auf den gesamten europäischen Handel auszudehnen.

EWG – Europäische Wirtschaftsgemeinschaft

Der Euro als gemeinsame Währung in der Geschichte der EU

Währungsunion Euro: Meilenstein in der Geschichte der EU? (c) Dieter Schütz / pixelio.de

Die EWG ist Teil der römischen Verträge und somit auch Teil der Geschichte der EU. Sie ist ein Zusammenschluss der Staaten mit dem Hauptziel gesamtwirtschaftlicher europäischer Kooperationen. Dahingehend wurden:

    • Zollschranken abgeschafft
    • ein freier Kapital-, Dienstleistungs- und Personenverkehrt gewährleistet
    • und staatsübergreifende europäische Institutionen geschaffen

Erst im Dezember 2009 wurde die EWG aufgrund des Vertrags von Lissabon aufgelöst – Sie ist allerdings bis heute ein wichtiger Teil der Geschichte der EU.

Euratom –Europäische Atomgemeinschaft

Im März 1957 wurde die Europäische Atomgemeinschaft als eigene internationale Organisation gegründet.

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Aufgabe der Atomgemeinschaft ist es, durch die Schaffung der für die schnelle Bildung und Entwicklung von Kernindustrien erforderlichen Voraussetzungen zur Hebung der Lebenserhaltung in den Mitgliedsstaaten und zur Entwicklung der Beziehungen mit den anderen Ländern beizutragen

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In der Geschichte der EU war damit das gemeinsame Forschen und die Teilung der Erkenntnisse bzgl. des Nuklearsektors in einem Vertrag vereinbart.
Die Euratom besteht, wenn auch mittlerweile nicht mehr eigenständig, sondern an die EU angegliedert, nahezu unverändert.

Geschichte der EU: EWWU – Europäische Wirtschafts- und Währungsunion

Auch wenn die gemeinsame Währung erst im Jahre 1999 als Buch- und 2002 als Bargeld eingeführt wurde, sind die Anfänge der Europäischen Währungsunion schon deutlich früher zu erkennen. Die ersten Ideen einer gemeinsamen europäischen Wirtschaftsgemeinschaft wurden bereits 1962 hervorgebracht. Geplant war eine Abstimmung der Währungspolitik, welches bei den Mitgliedern allerdings nicht auf großen Anklang traf, da bereits feste Devisenkurse festgeschrieben waren – die Pläne scheiterten.

Meilensteine der Geschichte der EU

Die Geschichte der EU – Ein starker Zusammenhalt? (c) Lupo / pixelio.de

Geschichte der EU: Der Europäische Binnenmarkt

Die Geschichte der EU ist Maßgeblich von der Entstehung eines gemeinsamen Binnenmarktes beeinflusst worden. Darunter versteht man den europaweiten bzw. unter europäischen Staaten bestehenden Markt, der durch keine Waren-, Dienstleistungs-, Kapital- oder Arbeitnehmerzöllen gehindert wird. Vertraglich festgelegt durch den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union, ist die europäische Binnen-Gemeinschaft einer der Grundpfeiler der Europäischen Union und somit auch der Geschichte der EU.

Die vier Grundpfeiler des Binnnenmarktes:

1. Warenverkehrsfreiheit in der Geschichte der EU

  • Zusammenarbeit für einen barrierefreien Handel mit anderen europäischen Ländern
  • Verbot von Zöllen zwischen den Ländern

2. Dienstleistungsfreiheit

  • Dienstleistungsmärkte frei zugänglich für alle Mitgliederstaaten

3. Personenfreizügigkeit

  • Freizügigkeit
  • Das Recht zum Wählen des Europäischen Parlaments
  • Schutzrechte
  • Verbot von Diskriminierungen
  • Das Recht zur Beschwerde und der Einreichung von Petitionen

4. Freier Kapital- und Zahlungsverkehr

  • Erlaubt zollfreien Transfern von Geld und Wertpapieren zwischen den Staaten
  • Gilt beschränkt auch für Nichtmitglieder in der Geschichte der EU

Geschichte der EU: Das Schengener Abkommen

Geschichte der EU: Schengenraum

Das Schengener Abkommen – Meilenstein der Geschichte der EU (c) Arno Bachert / pixelio.de

Das Schengener Abkommen ist ein bis heute bestehendes und wichtiges Abkommen in der Geschichte der EU zwischen zahlreichen europäischen Staaten, mit dem Ziel, einen zusammengehörigen Raum zu schaffen, der frei von Binnengrenzkontrollen besteht, und bei dem ein gemeinsamer Kampf gegen Waffen- und Drogenschmuggel die Kriminalität eingrenzt.
Heute ist der Beitritt zum Schengen-Raum an zahlreiche wirtschaftliche und politische Voraussetzungen gebunden – sind die Bedingungen erfüllt, so besteht die Pflicht zum Beitritt zur Gemeinschaft.
Doch um hier nicht zu sehr ins Detail zu gehen, sind hier weitere Informationen zum Schengener Abkommen als Teil der Geschichte der EU.

Geschichte der EU: EZB – Europäische Zentralbank

Die seit 1998 bestehende Europäische Zentralbank befasst sich mit der gemeinsamen Währung der Mitglieder der EU. Die Aufgaben, im Maastrichter Vertag niedergeschrieben, befassen sich mit der Wahrung der Preisstabilität, dem Niedrighalten der Inflationsrate sowie dem Aufstellen eines nachhaltigen Haushaltsplans der europäischen Gemeinschaft.
Auch hier soll auf eine detaillierte Beschreibung verzichtet werden – Weitere Informationen zur EZB.

Der Entwurf einer europäischen Verfassung

Die steigende Anzahl an Mitgliedsstaaten forderte in der Geschichte der EU eine Neugestaltung des wirtschaftlichen und politischen Systems. Dies sollte der im Jahre 2003 entwickelte die Vertrag über europäische Verfassung ermöglichen. Durch eine Ablehnung seitens der Länder Frankreichs und Niederlande erlang dieser jedoch nie Rechtskraft. Stattdessen tritt im europäischen Parlament wenige Jahre später der Vertag von Lissabon an dessen Stelle.

Geschichte der EU in Zahlen

  • Amtssprachen: 24 Sprachen
  • Fläche: 4,4 Mio. km²
  • Einwohner: 507 Mio.
  • BIP ges.: 15,25 Mrd. $
  • BIP pro Kopf: 36.800 $