Europasekretärin ist ein anerkannter Ausbildungsberuf, der vor allem mit Tätigkeiten in mehreren Sprachen zu tun hat. Eine Europasekretärin arbeitet entweder als Assistenz der Firmenleitung oder einer Abteilung des Unternehmens und führt dort die fremdsprachliche Korrespondenz mit Kunden aus Europa, wie etwa Kontaktaufnahme, E-Mail Verkehr oder Auftragsabwicklung durch. Außerdem wird sie als Übersetzer und Dolmetscher herbeigezogen, wenn Kunden erscheinen, die eine andere Sprache sprechen.

Protokolle von wichtigen Konferenzen gehören auch ins Aufgabenfeld der Europasekretärin.

Protokolle von wichtigen Konferenzen gehören auch ins Aufgabenfeld der Europasekretärin. (c) RainerSturm / pixelio.de

Sie bereitet Präsentationen und Besprechungsunterlagen für Sitzungen mit Partnern aus dem Ausland vor und führt Protokoll bei wichtigen Konferenzen, die auch außerhalb des Unternehmens im Ausland stattfinden können. Europasekretärinnen können sowohl im Heimatland, als auch an einem Nebensitz der Firma im Ausland arbeiten, je nachdem, wie sie eingesetzt werden.

Arbeitsfeld der Europasekretärin

Neben privaten Unternehmen kann eine Europasekretärin in staatlichen Einrichtungen arbeiten und dort Auskunft über bestimmte Gesetze und Regelungen geben. Beispiele hierfür sind Verwaltungen, Botschaften oder Einrichtungen der Europäischen Union, wie zum Beispiel der Europäische Gerichtshof.

Ausbildung und Vorrausetzungen

Die Ausbildung zur Europasekretärin wird in privaten Einrichtungen angeboten, die zahlreich in Deutschland vorhanden sind. Sie beträgt in der Regel zwei Jahre und ist kostenpflichtig. Die Kosten variieren von 300 bis über 600 € im Monat. Es ist möglich, Zuschüsse für die Ausbildung zu erhalten.
Zugangsvorrausetzung ist das Abitur oder das Fachabitur bzw. die Fachhochschulreife. Einige Institute nehmen Auszubildende auch mit dem mittleren Bildungsabschluss für die Ausbildung auf. Diejenigen, die sich für diesen Beruf interessieren, sollten Interesse an Sprachen, Kontaktfreudigkeit, Reiselust und Flexibilität mitbringen.

Eine Affinität zu Sprachen sollte man als Europasekretärin haben.

Eine Affinität zu Sprachen sollte man als Europasekretärin haben. (c) Wolfgang Dirscherl / pixelio.de

Von Fremdsprachen bis Informatik

Bei der Ausbildung müssen drei Fremdsprachen erlernt werden, wobei die wichtigste Fremdsprache Englisch ist. Diese Fremdsprache wird auch am intensivsten erlernt. Die Auszubildenden haben außerdem die Wahl zwischen Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Italienisch, Russisch und anderen Sprachen. Je nach Institut stehen entweder mehr oder weniger Fremdsprachen zur Verfügung, außerdem können auch mehr als drei Fremdsprachen erlernt werden. Diese Fremdsprachen sind zudem nicht nur für die Arbeit notwendig, sondern auch für einen Kurztrip in Europa äußerst praktisch.

Andere Bereiche in der Ausbildung sind Betriebswirtschaftslehre, Recht, Management, Kommunikation und Informatik, von denen die für den Beruf wichtigsten Bereiche erlernt werden. Es werden die Kommunikationsfähigkeiten ausgebaut, Kenntnisse in Betriebswirtschaft und Recht erlangt und Fertigkeiten im Umgang mit Office Programen und Maschinenschreiben erlernt.

Die jeweiligen Institute, bei denen dieser Beruf gelehrt wird, haben Beziehungen zu Unternehmen und können beim Finden eines Arbeitsplatzes für die Europasekretärin unterstützend sein. Außerdem werden die Auszubildenden bezüglich der Suche eines zukünftigen Arbeitsplatzes in diesem Bereich geschult.

Weiterbildung

Nach der Ausbildung zur Europasekretärin empfiehlt es sich ein Bachelor-Studium im Bereich Wirtschaft oder Kultur zu machen. Außerdem können verschiedene sprachliche Zertifikate wie die des London Chamber of Commerce and Industry erworben werden.